Der Reformationstag am 31. Oktober erinnert an eine einschneidende Kursänderung in der Geschichte der Kirche: Die Menschen waren damals vor 500 Jahren zutiefst von Ängsten bestimmt. Regelrechte Höllenängste. Außerdem war das Lebensgefühl von einem „nie genug“ geprägt. Vor allem „nicht gut genug“. Gott kann man es niemals recht machen. Frömmigkeit war anstrengend.
Gott wurde nicht als barmherzig, sondern als zornig und strafend gedacht. Die Kirche machte daraus ein zentrales Geschäfts- und Machtmodell: Sie schürte im gleichen Atemzug Höllenangst und versprach Erlösung. Aber nur, wenn der Gläubige artig genug befolgte, was die Kirche ihm als vermeintlich sicheren Weg verkaufte, Gott gnädig zu stimmen. Dies geschah durch die sogenannten Ablassbriefe. Damit konnte man sich von seinen Ängsten und der Hölle freikaufen.
Auch Martin Luther wollte seine Ernsthaftigkeit unter Beweis stellen. Aber immer wieder stolperte er über seine eigene Unzulänglichkeit. Und er hatte den Eindruck: Ich bin verloren. Er fühlte sich ausgeschlossen. Er war verzweifelt. Bis es ihm bei der Lektüre einiger Texte in der Bibel wie Schuppen von den Augen fiel und er verstand: Leben wird geschenkt. Glauben wird geschenkt. Gnade heißt: Es ist genug! Es ist vollbracht! Du bist gut genug! Das verlieh ihm Flügel und er schlug ein neues Kapitel in der Kirchengeschichte auf: Leben aus Freiheit und Gnade!
Wenn das kein Grund zu feiern ist!?
Herzliche Grüße!
Wolfgang Klimm
Unser Seelsorger steht allen Bewohnerinnen und Bewohnern, den Angehörigen und Mitarbeitenden unabhängig von ihrer Konfession oder ihrer weltanschaulichen Prägung als Begleiter und Gesprächspartner zur Verfügung.
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mit Pastor Wolfgang Klimm
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