Der unerwartete Tod eines Kollegen aus unserem Team in Bergedorf Anfang Mai hat uns als Team erschüttert. Obwohl wir in unserer Arbeit im Seniorencentrum immer wieder mit dem Sterben und dem Tod konfrontiert werden, waren wir auf eine ganz besondere Weise betroffen. Dieser traurige Verlust des Kollegen, mit dem wir noch vor kurzem unseren Arbeitsalltag gestalteten, ließ uns erneut spürbar wahrnehmen, wie fragil unser Leben ist. Wie wichtig es ist zu lernen, dass zu jedem Leben auch das Ende gehört. Und wie kostbar jeder Tag und jede Begegnung ist. Weil wir nicht wissen, wie viele wir davon noch erleben werden.
Gleichzeitig stellte sich die Frage, wie wir gemeinsam unserer Trauer Raum geben.
Deshalb möchte ich in diesem Espresso mit Ihnen diesen Raum der Trauer begehen und einige Gestaltungsvorschläge einbringen. Weil wir im Angesicht des Todes oft hilflos und unbeholfen sind. Greifbar wird diese Unsicherheit z.B. in der Frage, wie wir trauernden Menschen begegnen. Welche Worte sind angebracht? Oder wie lange dauert eine Trauer? Oder wie verarbeite ich meine eigene Trauer?
Deshalb führe ich hier einige Punkte auf, die bei der Beantwortung dieser Fragen hilfreich sein und etwas mehr Sicherheit im Raum der Trauer geben können:
Fulbert Steffensky beschreibt dies aus seiner eigenen Trauer- und Trosterfahrung nach dem Tod seiner Frau: „Der tiefste Trost aus jener Zeit waren Freunde und Freundinnen, die mich oft besuchten und die den Schmerz ehrten. Sie haben keine tröstenden Worte gefunden. Sie waren da, und sie haben sich von meinem Unglück nicht vertreiben lassen. Das Unglück vertreibt ja oft die Freunde, und trostlos macht einen nicht nur, was man erlitten hat. Trostlos macht uns die Einsamkeit, weil Menschen in der eigenen Selbstverständlichkeit des Lebens so wenig die Weltuntergänge der anderen ertragen. Meine Freunde sind geblieben, sie haben mir den Schmerz gelassen. Die Trauer wurde nicht gemildert, aber geteilt. Der Trost der Freunde war ihre Anwesenheit, keine klugen Worte und kein Versuch, mich aus meinem Abgrund zu retten… In den wichtigsten Dingen des Lebens ist man nicht sein eigener Meister. Einen Menschen trösten heißt, ihn bedürftig sein zu lassen; ihn weinen zu lassen; ihn kleiner sein zu lassen, als er ist.“¹
Ich wünsche jedem von uns, dass wir unseren Weg im Umgang mit Tod und Trauer finden. Den Mut und die Kraft, diesen Weg dann auch zu gehen.
Herzliche Grüße!
Wolfgang Klimm
¹ Fulbert Steffensky: „Die Freunde trösten schon dadurch, dass sie da sind. Sie mildern die Trauer nicht, aber sie teilen sie“ (chrismon.de, 2010)
Unser Seelsorger steht allen Bewohnerinnen und Bewohnern, den Angehörigen und Mitarbeitenden unabhängig von ihrer Konfession oder ihrer weltanschaulichen Prägung als Begleiter und Gesprächspartner zur Verfügung.
Nehmen Sie gerne Kontakt auf,
wenn Sie z. B.
Sie sind herzlich zu den regelmäßig stattfindenden Andachten eingeladen.
Kontakt und Terminvereinbarung
mit Pastor Wolfgang Klimm
Telefon: 040 55425-371
E-Mail: klimm@elim-diakonie.de
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Turnstile. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Facebook. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Instagram. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von X. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr Informationen