Herzlich willkommen zum ersten Espresso im neuen Jahr.
Wie geht es Ihnen Anfang 2026? Noch zuversichtlich? Oder schon im Krisenmodus?
Weil eine Krankheit einfach nicht ausheilen will. Oder ein vertrauter Mensch nicht mehr an Ihrer Seite ist? Oder die guten Nachrichten Mangelware sind?
Ich lade Sie ein, im Folgenden der Frage nachzugehen, was uns eventuell bei unserer Tour durch 2026 helfen könnte, stabil zu bleiben:
Vergleichen wir dazu unser Leben mit einer Schiffsreise: Bei so einer Tour können wir realistischerweise unterwegs immer wieder mit unruhigen Streckenabschnitten rechnen. Verbunden mit der Frage, ob unser Lebensschiff den entsprechenden Herausforderungen gewachsen ist. Vor allem bei sogenannten „major life events“ – also Ereignissen, die uns fast kentern lassen: z.B. schwere Erkrankungen, der Tod eines geliebten Menschen oder Gewalterfahrungen.
Was meinen Sie: Wie viele solcher schweren Krisen erfährt ein Mensch im Laufe seines Lebens?
Bei ca. 80 Lebensjahren sind es drei bis fünf solcher schwerer Schicksalsschläge, egal wo wir auf der Erde leben. So sagt es zumindest eine aktuelle internationale Bevölkerungsstudie unter 70.000 Personen.
Die gute Nachricht: Die Erholung von solchen Krisen ist der Normalfall – nicht die Ausnahme.
Warum: „weil sich Menschen im Sturm als bessere Kapitäne herausstellen, als sie es jemals für möglich gehalten hätten…und im Verlauf der Reise werden sie wissenschaftlich nachweisbar immer gelassener“.¹
Wie können wir diese Kompetenz als Kapitäne unseres Lebensschiffes in der aktuell aufgewühlten Weltlage einsetzen? Egal wo wir hinschauen scheint die Welt aus den Fugen zu geraten. Alles scheint irgendwie verrückt geworden zu sein, wie in einem Kuriositäten-Kabinett. Bedeutungen, Begriffe, Sichtweisen, Werte und Bewertungen dessen, was „wahr“ oder „wirklich“ ist, vermischen sich auf schmerzhafte Weise.
Unser Orientierungssinn, unsere Kompassnadel für die Kursbestimmung unseres Lebensschiffes geraten dabei in eine Art mentalen Strudel. Mancher Kommentar dazu: „Das kann doch wohl nicht wahr sein!“ Dieser Abwehrzauber funktioniert allerdings nicht besonders gut. Wir erleben uns vermehrt ohnmächtig den hochschlagenden Wellen ausgeliefert. Haltlos.²
Ein Patentrezept oder schnelle Lösung scheint es nicht zu geben.
Aufgrund der oben beschriebenen Krisenkompetenz kann uns das bekannte Gelassenheitsgebet von Reinhold Niebuhr eventuell weiterhelfen. In seiner ursprünglichen Fassung eröffnet es uns eine Möglichkeit, bei allen Turbulenzen und Herausforderungen nicht zu verzweifeln:
God, give us grace to accept with serenity the things that cannot be changed,
courage to change the things which should be changed,
and the wisdom to distinguish the one from the other.
In der geläufigen Übersetzung ist die „Gnade“ nicht berücksichtigt:
„Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann,
und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.“
Dieses Gebet hilft uns einerseits zu akzeptieren, dass wir nicht alles im Griff haben. Manches ist wie es ist.³ Und es bedarf gleichzeitig unserer Kompetenz und herzhaften Engagements, unser Umfeld mitzugestalten und wo möglich mitanzupacken. Das Steuerrad nicht aus der Hand zu geben. Und mit Gottes Barmherzigkeit und Güte an Bord so manchen Turbulenzen zu trotzen.
Ich wünsche Ihnen klare Sicht und dass Sie auf der Reise durch 2026 Kurs halten.
Herzliche Grüße
Wolfgang Klimm
¹ https://drvolkerbusch.de/ich-in-zukunft-wie-gehen-wir-um-mit-dem-was-kommt/
2 https://www.horx.com/158-die-zukunft-wegboellern/utm_source=mailpoet&utm_medium=email&utm_source_platform=mailpoet&utm_campaign=future-mind-kolumne-158
³ https://fokustheologie.ch/das-gelassenheitsgebet-von-reinhold-niebuhr/
Unser Seelsorger steht allen Bewohnerinnen und Bewohnern, den Angehörigen und Mitarbeitenden unabhängig von ihrer Konfession oder ihrer weltanschaulichen Prägung als Begleiter und Gesprächspartner zur Verfügung.
Nehmen Sie gerne Kontakt auf,
wenn Sie z. B.
Sie sind herzlich zu den regelmäßig stattfindenden Andachten eingeladen.
Kontakt und Terminvereinbarung
mit Pastor Wolfgang Klimm
Telefon: 040 55425-371
E-Mail: klimm@elim-diakonie.de
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